Nein. Die BAFA-Förderung „Förderung von Unternehmensberatungen für KMU“ läuft nicht Ende 2026 aus. Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWE) hat die Förderrichtlinie verlängert, veröffentlicht im Bundesanzeiger am 28.10.2026 (BAnz AT 28.10.2026 B3). Sie gilt jetzt für Verwendungsnachweise, die bis zum 31.12.2028 eingereicht werden. Fördersätze und Bemessungsgrundlage bleiben gleich: 50 oder 80 Prozent auf höchstens 3.500 Euro je Beratung. Anträge bis 31.12.2026 laufen nach der bisherigen Fassung, für Anträge ab 01.01.2027 gelten einige Änderungen im Verfahren. Für Berater heißt das: Die Listung lohnt sich weiter, und die Förderung bleibt bis 2028 ein Verkaufsargument.
Was die Verlängerung der BAFA-Förderung konkret bedeutet
Amtlich heißt die Änderung „Zweite Änderung der Förderrichtlinie Förderung von Unternehmensberatungen für KMU“. Sie stammt vom 15.10.2026 und wurde am 28.10.2026 im Bundesanzeiger veröffentlicht. Herausgeber ist jetzt das BMWE. Die konsolidierte Fassung der Richtlinie stellt das BAFA unter bafa.de/unb bereit.
Bisher galt die Richtlinie für Anträge bis 31.12.2026. Jetzt ist die Grenze anders gezogen: Die Richtlinie gilt längstens für Verwendungsnachweise, die bis 31.12.2028 eingereicht werden. Ihre Kunden können also auch 2027 und 2028 geförderte Beratungen beantragen.
- Anträge bis 31.12.2026: Es gilt die bisherige Fassung vom 14.12.2022, geändert am 12.12.2024.
- Anträge ab 01.01.2027: Es gilt die geänderte Fassung, die an diesem Tag in Kraft tritt.
- Verwendungsnachweise: Sie müssen spätestens bis 31.12.2028 eingereicht sein.
Was an der BAFA-Förderung gleich bleibt
An den Zahlen, mit denen Sie bei Ihren Kunden argumentieren, ändert sich nichts:
- Bemessungsgrundlage höchstens 3.500 Euro je Beratung.
- 80 Prozent Zuschuss in den neuen Bundesländern, einschließlich der Regionen Lüneburg und Trier, ohne Berlin und die Region Leipzig.
- 50 Prozent Zuschuss in den alten Bundesländern, einschließlich Berlin und der Region Leipzig.
- Je Unternehmen höchstens 2 geförderte Beratungen pro Jahr und 5 in der gesamten Richtliniendauer.
Wichtig für Bestandskunden
Laut BAFA zählt der Verlängerungszeitraum zum Gesamtkontingent. Ein Unternehmen, das seit 2023 schon fünf geförderte Beratungen genutzt hat, bekommt durch die Verlängerung keine weiteren dazu.
Was sich ab 2027 im Verfahren ändert
Für Anträge ab 01.01.2027 ändert die Richtlinie einige Abläufe bei Antrag und Verwendungsnachweis. Die wichtigsten Punkte in Kurzform, die ausführliche Fassung mit Fundstellen und Handlungsempfehlungen steht im Artikel „BAFA-Richtlinie ab 2027: Was sich für Berater ändert“:
- Ab Januar 2027 müssen sich alle antragstellenden Unternehmen digital über ELSTER oder BundID anmelden. Details kündigt das BAFA gesondert an.
- Das Informationsgespräch mit einem regionalen Ansprechpartner entfällt. Es war bisher nur für Unternehmen im ersten Jahr nach der Gründung Pflicht.
- Statt Kontoauszug verlangt die Richtlinie einen Zahlungsnachweis. Eine Umsatzanzeige aus dem Onlinebanking wird anerkannt.
- KMU-Erklärung, De-minimis-Erklärung und die Erklärung zur Charta der Grundrechte stehen im Verwendungsnachweisformular. Unterschrieben werden nur noch dieses Formular und der Beratungsbericht.
- Bei Antragstellern ohne Vorsteuerabzug sind die Bruttokosten förderfähig.
Warum sich die BAFA-Listung weiter lohnt
Bis zur Verlängerung stand hinter jeder Planung ein Fragezeichen: Lohnt sich die Listung noch, wenn die Förderung Ende 2026 endet? Diese Frage ist beantwortet. Wer jetzt gelistet wird, hat die Förderjahre 2027 und 2028 vor sich, in denen Kunden geförderte Beratungen beantragen können.
Am Ablauf der Listung ändert sich nichts: Mit unserer Begleitung sind Sie in 7 Tagen antragsfertig, die Prüfung durch das BAFA dauert danach in der Regel 2 bis 4 Wochen. Jeder Monat, den Sie früher gelistet sind, ist ein Monat mehr, in dem Sie mit der Förderung verkaufen können.
Behalten Sie trotzdem das Ende im Blick. Weil Verwendungsnachweise bis 31.12.2028 eingereicht sein müssen, verkürzt sich die sechsmonatige Vorlagefrist gegen Ende 2028 faktisch. Ein Antrag vom 30.12.2028 hätte nur noch bis zum 31.12.2028 Zeit. Projekte für 2028 sollten Sie deshalb früh im Jahr einplanen.
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Ob Sie die Voraussetzungen für die BAFA-Listung erfüllen, zeigt der kostenlose Eignungscheck in 60 Sekunden. Danach wissen Sie, welche Nachweise Ihnen noch fehlen.
Quellen und Stand
Grundlage dieses Artikels sind die Veröffentlichung im Bundesanzeiger (BAnz AT 28.10.2026 B3), die konsolidierte Richtlinie auf bafa.de/unb und die Rundmail des BAFA vom 29.10.2026. Was nach 2028 kommt, regelt die Richtlinie nicht. Sobald es dazu amtliche Informationen gibt, aktualisieren wir diesen Artikel.
Häufige Fragen
Läuft die BAFA-Förderung Ende 2026 aus?
Nein. Die Förderrichtlinie ist verlängert und gilt für Verwendungsnachweise, die bis 31.12.2028 eingereicht werden. Die Änderung wurde am 28.10.2026 im Bundesanzeiger veröffentlicht (BAnz AT 28.10.2026 B3).
Ändern sich die Fördersätze ab 2027?
Nein. Es bleibt bei 80 Prozent in den neuen und 50 Prozent in den alten Bundesländern, jeweils auf höchstens 3.500 Euro Bemessungsgrundlage je Beratung.
Welche Regeln gelten für einen Antrag im Dezember 2026?
Die bisherige Fassung der Richtlinie. Die geänderte Fassung gilt für Zuschüsse, die ab 01.01.2027 beantragt werden.
Bekommt ein Unternehmen durch die Verlängerung zusätzliche Beratungen?
Nein. Es bleibt bei höchstens 2 geförderten Beratungen pro Jahr und 5 in der gesamten Richtliniendauer. Laut BAFA zählt der Verlängerungszeitraum mit.
Betrifft die Änderung meine Listung als Berater?
Die Änderungen betreffen Antrag und Verwendungsnachweis der geförderten Unternehmen. Neue Regeln zur Beraterlistung enthält die Änderung nicht.

Stefan Nabel
Gründer von BAFA-Registrierung, Innowist Beratung und BaBe8. Selbst BAFA-gelisteter Berater (ID 220092), hat über 70 Berater zur Listung begleitet.
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